Fünfkampf: Dogue erstmals Gesamtweltcupsieger
Fünfkämpfer Marvin Dogue hat nach dem Sieg beim Saisonfinale in Ungarn erstmals den Gesamtweltcup gewonnen. In Budapest sicherte sich der 30-Jährige vom OSC Potsdam den großen Erfolg in der letzten Disziplin eines engen Wettkampfs. Dogue setzte sich im Gesamtklassement vor Mohamed El Ashqar aus Ägypten durch.
"Ich hoffe, ich konnte alle ein bisschen entertainen", sagte Dogue: "Jetzt geht es nach Hause und dann gucken wir mal, was bei der Europameisterschaft so geht."
Der Potsdamer erzielte bereits in der ersten Disziplin, beim Fechten, die meisten Zähler. Auch im anschließenden Hindernislauf war er der Schnellste. Den Rückstand von vier Sekunden nach dem Schwimmen holte Dogue im abschließenden Laser-Run wieder auf und rettet einen knappen Vorsprung ins Ziel.
"Wenn man im Fechten und Hindernislauf gut abliefert, dann machst du dich schon so gut wie unschlagbar", analysierte Dogue: "Schwimmen spielt dann keine Rolle mehr und plötzlich startest du von Position eins bis fünf im Laserrun. Und mit starkem Schießen ist es für die anderen schwer, dich einzuholen. Genau das habe ich in dieser Saison versucht, zu trainieren."
Dogue, 2024 EM-Dritter und Olympia-Achter, hatte erst vor zwei Wochen seinen ersten Weltcupsieg gefeiert und war mit der Toppunktzahl aller Teilnehmer aus dem Halbfinale in die Endrunde der besten 18 gegangen.
Neben Dogue nahmen vier weitere Athleten des Deutschen Verband für Modernen Fünfkampf (DVMF) am Weltcupfinale teil. Moriz Klinkert wurde Zwölfter, Fernand Mitterrand schied im Halbfinale am Samstag aus. Bei den Frauen verpassten sowohl Cicelle Leh als auch Kim Spletzer bereits am Freitag den Sprung ins Finale. Siegerin wurde die Schweizerin Anna Jurt.
Die Europameisterschaften im Fünfkampf finden ab dem 3. August in Istanbul statt, die Weltmeisterschaften folgen Ende August in Guiyang (China).
S.Charpentier--PP