Hellmann: Nachfolge von Krösche "zeitnah" klären
Eintracht Frankfurts neuer Vorstandvorsitzender Axel Hellmann hat einen Einblick in die Suche nach einem Nachfolger für Sportvorstand Markus Krösche gegeben. Die Besetzung soll "zeitnah" erfolgen, also keine Entscheidung von Monaten, sondern "eher von Wochen" sein, sagte der 55-Jährige am Donnerstag. Zu Gerüchten hielt er sich bedeckt, beschrieb aber ein grobes Profil. Hellmann hatte nach Krösches Abschied vergangenen Sonntag interimsweise die Funktion übernommen.
In der einstündigen Pressekonferenz gab er nun einen Einblick in das gesuchte Anforderungsprofil. Der Verein suche jemanden, der bereits "grundsätzlich in der Entwicklung von Spielern seine Stärken unter Beweis gestellt hat". Die Eintracht wolle "wuchtigen Fußball, der die Menschen mitnimmt" spielen: "Dafür brauchst du einen Sportvorstand, der das fühlt und auch will." Die Verantwortlichen um Hellmann und Präsident Matthias Beck schauen sich demnach auch außerhalb Deutschlands um.
Trotz der enttäuschenden vergangenen Spielzeit, als die SGE den Einzug in den Europapokal verpasste, und einem durchwachsenen Start in die neue Saison will der Klub nicht vom Kurs abweichen. "Ganz sicher bleibt auch unsere Ambition. Die kann nicht sein in diesem Klub zu sagen, wir sind mit Mittelmaß zufrieden", sagte Hellmann: "Wenn wir die Idee haben, über ein neues Stadion nachzudenken, zu wachsen und 200.000 Mitglieder zu gewinnen, sind sportliche Ambition und damit regelmäßige Teilnahme am Europapokal das Ziel."
Was mediale Gerüchte um ein Engagement des ehemaligen SGE-Spielers Christoph Spycher angeht, so orientierte sich Hellmann auch an der bewährten Vorgehensweise von Vorgänger Krösche. Er wolle "keinen einzigen Namen kommentieren und mich auch beim Profil öffentlich zurückhalten", sagte er. Er habe nach seiner Amtsübernahme erst einmal mit Trainer Adi Hütter, Kapitän Robin Koch und anderen Verantwortlichen gesprochen, um seine Philosophie klarzumachen.
"Meine erste Botschaft nach dem Weggang von Markus war: Seid ihr 100 Prozent und dauerhaft auf dem Weg von Eintracht Frankfurt mit unterwegs und seht ihr hier eure Zukunft?", beschrieb Hellmann sein Vorgehen. Er habe eine bestimmte Erwartungshaltung in der Zusammenarbeit vermitteln wollen. "Die ist zuvorderst, dass du zu 100 Prozent für diese Aufgabe brennst. Das habe ich adressiert und werde sicherlich eine zweite Runde drehen und fragen, ob das angekommen ist und ob wir das im Vorstand fühlen."
O.Blanchard--PP