Petit Parisien - Jochen Seitz fordert Auflösung der Regionalliga Bayern

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Jochen Seitz fordert Auflösung der Regionalliga Bayern
Jochen Seitz fordert Auflösung der Regionalliga Bayern

Jochen Seitz fordert Auflösung der Regionalliga Bayern

Der ehemalige Trainer von Lok Leipzig, Jochen Seitz, hat in einem Podcast drastische Kritik an der Struktur der Regionalliga Bayern geübt. Er fordere die Auflösung der Liga, da es dort kaum noch Vereine gebe, die den Aufstieg in die 3. Liga anstreben. Dies sei ungerecht gegenüber anderen Regionen.

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Der ehemalige Trainer von Lok Leipzig, Jochen Seitz, hat sich in einer öffentlichen Stellungnahme für die Auflösung der Regionalliga Bayern ausgesprochen. Der 50-Jährige begründet seinen radikalen Vorschlag mit der mangelnden Motivation vieler Vereine in der südlichen Liga, den Aufstieg in die 3. Liga zu wagen. In einem Podcast der Plattform "Magenta Sport" bezeichnete er die aktuelle Situation als ungerecht und fordere drastische Maßnahmen.

Seitz kritisierte insbesondere, dass es in Bayern kaum noch Vereine gebe, die ambitioniert Richtung Profifußball streben. Zudem seien viele Stadien in der Liga nicht für den Aufstieg geeignet. Im Vergleich zur Regionalliga Nordost, wo er eine hohe Qualität und viele Fans sehe, empfinde er die Weigerung Bayerns, sich zu ändern, als "absolute Unverschämtheit".

Die Kritik Seitz' ist vor dem Hintergrund seiner eigenen Karriere bei Lok Leipzig nachvollziehbar. Trotz zweimaliger Meisterschaft scheiterten die Sachsen in den Aufstiegsspielen. Im letzten Jahr traf man auf die Würzburger Kickers, die bereits Wochen vorher wussten, dass sie die Chance zum Aufstieg erhalten würden, da andere Konkurrenten wie Unterhaching oder die zweite Mannschaft von Nürnberg nicht aufsteigen wollten. Lok Leipzig hingegen musste bis zum letzten Spieltag um den Klassenerhalt bangen.

Seitz nannte dies einen "Skandal", da Würzburg Spieler schonen konnte, während Leipzig unter Druck stand. Aktuell wird vom DFB eine Reform für die Saison 2028/29 diskutiert. Demnach müsste der Meister der Regionalliga Nordost vermutlich wieder in die Aufstiegsspiele, während der Erstplatzierte aus Bayern direkt aufsteigen dürfte. Seitz hält diese Ungleichbehandlung bereits für die aktuelle Spielzeit für ein "Unding" und bezweifelt, dass sich noch weitere Vereine bereit erklären würden, den Weg in die Profis zu gehen.

Trotz seiner Kritik an der Liga-Struktur setzt Seitz seine Trainerlaufbahn erfolgreich fort. Seit er vor einigen Wochen den SV Wehen Wiesbaden übernommen hat, führt er den Drittligisten von einem Abstiegsplatz auf Platz sechs. Eine direkte Verbindung zwischen seinen Forderungen und einer sofortigen Änderung der DFB-Regelungen besteht jedoch nicht.

P.Bouvier--PP