Petit Parisien - Geldvermögen deutscher Haushalte wächst auf 9,9 Billionen Euro - Zunahme aber schwächer

Paris -
Geldvermögen deutscher Haushalte wächst auf 9,9 Billionen Euro - Zunahme aber schwächer
Geldvermögen deutscher Haushalte wächst auf 9,9 Billionen Euro - Zunahme aber schwächer / Foto: MIGUEL MEDINA - AFP/Archiv

Geldvermögen deutscher Haushalte wächst auf 9,9 Billionen Euro - Zunahme aber schwächer

Das Geldvermögen der deutschen Haushalte ist auch im vergangenen Jahr weiter angewachsen - allerdings legte die Summe schwächer zu als im Vorjahr. Laut dem Global Wealth Report der Allianz nahm das Brutto-Geldvermögen der Deutschen 2025 um 4,9 Prozent auf 9,9 Billionen Euro zu. 2024 hatte das Wachstum noch 7,4 Prozent betragen. Anders als weltweit war der Vermögenswachstum in Deutschland "überwiegend spargetrieben", teilte die Allianz am Dienstag mit.

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Das Netto-Geldvermögen der Deutschen - also das Bruttovermögen ohne Verbindlichkeiten wie Schulden - lag dem Bericht zufolge pro Kopf bei 91.780 Euro. Mit dieser Summe lag die Bundesrepublik in der weltweiten Rangliste auf Platz 13. Auf dem ersten Platz standen weiterhin die USA.

Das globale Geldvermögen wuchs laut Allianz-Report um 8,6 Prozent auf einen neuen Rekord von 268,4 Billionen Euro. "Den größten Beitrag leisteten die Kapitalmärkte: Wertsteigerungen waren für rund vier von fünf Euro des zusätzlichen Geldvermögens verantwortlich", erklärte die Allianz.

Der nominale Rekord sei aber nur die "halbe Geschichte", erklärte Allianz-Chefvolkswirt Ludovic Subran: "Seit 2019 ist das nominale Geldvermögen um 50 Prozent gestiegen - real, also bereinigt um die Inflation, jedoch nur um 23 Prozent." In Westeuropa liege "das reale Geldvermögen lediglich 0,5 Prozent über dem Niveau von 2019". In Nordamerika seien es 21 Prozent, in China hingegen 70 Prozent.

Mit Blick auf die Zukunft machte die Allianz die Künstliche Intelligenz (KI) als einen entscheidenden Faktor aus. "Höhere Produktivität und steigende Unternehmensgewinne könnten die Kapitalmarktrenditen stützen." Die "wachsende Abhängigkeit des Haushaltsvermögens von KI-getriebenen Kapitalmärkten" mache allerdings auch verwundbarer. Zudem sei entscheidend, "wer die Vermögenswerte besitzt – und damit an den Erträgen teilhat", erklärte die Leiterin des Bereichs Thematic and Policy Research bei Allianz Research, Katharina Utermöhl.

O.Blanchard--PP